11 Interessante Fakten zum NFL Football 2016

nflProFootball Focus hat sich die Mühe gemacht einige der aktuellen grundsätzlichen Sachverhalte in Sachen der modernen NFL Spielkultur zusammenzutragen. Vieles hat sich verändert in den letzten zehn Jahren NFL, und einige der interessantesten Fakten zu Taktik, Aufstellung und Spielkultur habe ich einmal zusammengefasst.

1. Nickel ist die neue Base. in 63,4 % aller Snaps standen letzte Saison fünf (Nickel Formation) oder mehr Defensive Backs in der Aufstellung der Defense. Wir denken zwar noch gerne 4-3 oder 3-4 Kategorien wenn wir Starter auflisten oder über Spielphilosophie diskutieren, doch die passlastige  NFL Realität hat uns diesbezüglich schon längst überholt. An der Spitze dieser Statistik stehen die New England Patriots welche in 83,6 % ihrer Snaps mit mindestens einer Nickel Formation auf das Feld gingen.

2. NFL Offenses stehen in 61,4 % der Fälle mit drei oder mehr Receivern auf dem Feld. Und hier kommen wir auch direkt zum Grund für die Popularität der Nickel und Dime Defense Formationen. In 2/3 aller Snaps strahlen die NFL Angriffsformationen eine hohe Passgefahr mit 3 oder mehr Receivern auf dem Feld aus. Dabei ist das 11 Personal (1 Running Back, 1 Tight End, 3 Receiver) mit 45,4 % aller Snaps das meistgesehenste Set.

3.Der Fullback stirbt langsam aber sicher aus. Ebenfalls verwandt mit dieser Tatsache ist daß die Position des Fullbacks als Vorblocker in einer Power Offense eine aussterbende Art ist. Spielten die NFL Teams im Jahre 2006 noch in 39,8 % ihrer Snaps mit einem aufgestellten Fullback, sah man diese Formationen im letzten Jahr nur noch in 14,7 % aller Spielzüge.

4.Option Plays sterben dagegen noch lange nicht aus. Die zusammen mit den mobilen und physisch starken Quarterbacks wie Russel Wilson und Colin Kaepernick vor einigen Jahren in die NFL eingezogene Option Offense wir immernoch in rund 10 % der Angriffe gespielt. Diese im College Football äußerst populäre Angriffstechnik bei der der Quarterback während der Ballübergabe an den Running Back entscheidet ob dieser oder er selber den Laufversuch unternimmt wird von einigen Teams mehr, von anderen weniger benutzt, erfreut sich aber dennoch weiterhin an einiger Beliebtheit. Die Statistik gibt insofern Recht als das die durschnittlichen Yards einer Option Plays mit 4,61 Yard knapp über den 4,07 eines Plays ohne Option rangieren.

5.Mal Blitz, mal ohne. Die Arizona Cardinals sind derzeit die aggressivste Defense der NFL mit einem Blitzanteil von 50,2 % ihrer Snaps. Das heisst in knapp mehr als der Hälfte aller Spielzüge schickten die Cardinals mehr als 4 Passrusher auf die Jagd nach dem Quarterback. Die Dallas Cowboys halten das andere Ende der Statistik in den Händen, dort entschied man sich nur in 18 % aller Snaps für zusätzlichen Druck auf den gegnerischen Spielmacher.

6.Quarterbacks in rund jedem dritten Spielzug unter Druck. Wenn man über die Effektivität und Coolness eines Quarterbacks und Druck sprechen mag ist es wichtig zu verstehen wie oft im Spiel er dieser Situation gegenübersteht. 2015 wurde ein NFL Quarterback mit  36,6 % im Schnitt in einem Drittel seiner Dropbacks derart unter Druck gesetzt daß er zu einer Entscheidung gezwungen wurde ohne aus seiner Komfort Zone heraus spielen zu können.

7.Sacks sind nicht alles. Oft muss sich ein NFL Passrusher an der Anzahl seiner erzielten Quarterback Sacks beurteilen lassen. Jedoch zeigt die Statistik daß ein Sack nicht immer nötig ist um das gegnerische Passspiel auszuschalten. Wird genug Druck ausgeübt um den Quarterback aus seiner Position zu drängen (dies nennt man einen „hurry“) fällt die durchschnittliche pass completion Rate des QB von durchschnittlichen Werten zwischen 65 % und 75% auf  unter 50 % (48,6 %) und die Gefahr daß der Pass von der Defense intercepted wird verdoppelt sich nahezu. Und insgesamt liegt die Anzahl der Snaps in der ein Hurry verzeichnet wird rund viermal höher als die Anzahl der Snaps mit einem abschließenden Sack.

8.Fehlt da nicht einer?!. Auch auf dem hohen Niveau der NFL läuft am Seitenrand nicht immer alles rund. Anders ist es nicht zu erklären daß letzte Saison in 68 Snaps weniger als die erlaubte Anzahl von 11 Spielern aufs Feld geschickt wurde. 13 Teams machten diesen Fehler mehr als einmal und die Arizona Cardinals haben anscheinend ein massives Auswechselproblem, ihnen passierte dieser Fauxpas nämlich insgesamt 16 mal.

9.Hitch Hitch Hitch. Die meisteglaufene Route in NFL Spielzügen ist die Hitch Route. (9502 mal gelaufen in der Saison 2015)Diese kurze vertikale Route mit einem plötzlichen Stop und Umdrehen zum Quarterback funktioniert gegen Zonen und Manndeckung und ist die Brot&Butter Angriffsroute moderner Passstrategien.

10.Zum Drittel Cover 3. In rund 32,4 % aller Spielzüge entschied sich die Defense 2015 zu einer Cover 3 Zonendeckung. Die Cover 2 Tampa, welche vor einer Dekade noch das Geschehen dominierte gibt das Zepter ab.Die erfolgreichen Seattle Seahawks machten das Prinzip der Cover 3 über die letzten Jahre sehr populär, und viele Teams integrierten das System massiv in ihre eigene Verteidigung.

11.Das meistegelaufene Run Play ist die Outside Zone. Die NFL wurde über die Jahre immer mehr zur Zone Blocking Liga welches das bewährte Power Run System der letzte Jahrzehnte vielerorts ablöste. Natürlich werden nach wie vor beide Systeme benutzt, so spielten die Minnesota Vikings beispielweise fast ausschließlich das von physisch dominanten Offense Linern abhängige Power Run System, und Running Back Legende Adrian Peterson erlief mithilfe dessen eine beachtliche Anzahl von Yards.

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