Local Heroes – Spielbericht der Aachen Vampires vom 3.Spieltag

aachenvsessenNachdem die Aachen Vampires ihre Auftaktniederlage gegen Solingen mit einem eindrucksvollen 27:00 im zweiten Spiel der Saison gegen Remscheid Amboss vergessen gemacht haben, ging es heute auf eigenem Platz mit den Assinida Cardinals aus Essen gegen einen der Favoriten auf den Titel der Regionalliga West 2015.

Letztes Jahr geriet man gegen dieses Team zuhause ordentlich unter die Räder, und so war es an Aachen heute zu zeigen daß man auch das Zeug hat gegen spielstarke Teams wie Essen mithalten zu können. Und das, um es schon mal vorwegzunehmen, gelang den Vampires auch.

Essen gewann den Coin Toss, und entschied sich jedoch ihr Angriffsrecht auf Beginn der zweiten Hälfte zu verlegen. Der nun folgende Kickoff wurde vom Aachener Punt Returner erst knapp im Nachfassen gesichert und war leider nur der Auftakt einer eher gemischten Leistung der Aachener Special Teams Unit.

Nach zwei, durch vorrangig erlaufenen, First Downs blieb die Offense der Vampires das erste mal stecken, und gab den Ball an ihr Essener Pendant ab. Die Cardinals brauchten nicht lange um ins Spiel zu kommen und brachten durch einen guten 20 Yard Lauf in die Endzone schon in ihrem ersten Drive die ersten Punkte aufs Board. Der folgende PAT wurde jedoch vom Aachener Special Team geblockt (wie schon erwähnt wechselte sich dort Licht und Schatten ab), und so blieb es erstmal bei einem 0:6 für die Gäste.

In den folgenden Drives brachte sich Essen durch mehrere vermeidbare Strafen oft selbst in ungünstige Situationen, schaffte es jedoch auch den Angriff der Aachener von ihrer Endzone fernzuhalten. Erfreulich ist daß es heute so gut wie keine Strafen für die Aachener Offense und Defense gab, was eine äußerst positive Steigerung zum letzten Heimspiel darstellt und zeigt daß das Team der Vampires diese Saison in der Lage ist Fehler zeitnah abzustellen.

Im zweiten Quarter dann konnte Quarterback Laurenz einen langen 30 Yard Pass auf Receiver Scherenberg anbringen welcher die Offense an die 3 Yard Linie der Essener brachte. Einen erfolgreichen Endaround Laufspielzug später stand es 6:6. Leider ließ Aachen seinen PAT Versuch ebenfalls blocken und so ging man mit 6:6 in die Halbzeit.

Zu diesem Zeitpunkt bestimmten das Laufspiel, sowie an die Flats addressierte Screen Pässe das Spielgeschehen. Beide Offenses warteten auf ein sich dadurch eröffnendes Fenster für größere Raumgewinne.

Es war dann der Quarterback der Essener der dieses als Erstes fand und mit einem 25 Yard Pass zum Touchdown auf 6:13 erhöhte. Aachen fiel es schwer darauf zu antworten und einige Unachtsamkeiten wie z.b. ungenaue Snaps machten es nicht leichter. Vampires Headcoach Saragazki schickte nun mit Mike McLafferty seinen amerikanischen Quarterback aufs Feld welcher auch sofort durch einige zielsichere Pässe positiv auffiel.

Dennoch waren es wiedermal die Cardinals die das Ergebnis durch einen langen 45 Yard Lauf auf 6:20 schraubten. Die Aachener Defense, welche das gesamte Spiel über einen sehr soliden Job gegen die gefährliche Essener Offense machte, leistete sich in diesem Spielzug leider einige schwache Tackleversuche.

Es war das vierte und letzte Viertel in dem Aachen nun auf beiden Seiten des Balles mächtig aufdrehte. Nach einem eindrucksvollen 50 Yard Pass von McLefferty stand es plötzlich nur noch 12:20 und der folgende Drive der Essener wurde dominant von der Vampire Defense in den Boden gestampft. Es gab noch einiges an Zeit auf der Uhr und dem Aachener Team sowie vielen der zahlreich erschienenen Zuschauer wurde langsam klar daß dieses Spiel noch lange nicht entschieden war.

Aachen spielte nun stark auf und erzielte in ihrem nächsten Drive den 15:20 Anschluss durch ein von Tobias Jarmuzek getretenes 35 Yard Field Goal. Jetzt war es wichtig möglichst schnell wieder das Ei der eigenen Offense zu geben, und die nun geforderte Defense der Vampires lieferte; Durch zwei Sacks und mächtig Druck auf den Essener Quarterback zwang man Essen zum wiederholten Punten und Aachen bekam den Ball mit weniger als zwei Minuten auf der Uhr an ihrer eigenen 10 Yard Linie.

Nach einem guten Auftakt durch einen Pass über 8 Yards pendelte das Spielmomentum jedoch wieder gegen die Aachener und eine Holding Strafe sowie mehrere nicht erfolgreiche Passversuche beendeten die letzte Möglichkeit das Spiel noch zu drehen.

Durch den Turnover on Downs standen die Essener nun vor der Endzone der Aachener, und brauchten dieses Spiel nur noch abzuknien um die Zeit runterlaufen zu lassen. Merkwürdigerweise jedoch entschieden sich die Coaches der Essener zu einigen weiteren risikoreichen Laufversuchen die zwar kurz vor Schluss noch zu einem glücklichen Touchdown zum 15:27 führten, jedoch taktisch trotzdem als unklug zu bewerten sind. Ein Fumble hätte hier nochmal alles auf den Kopf stellen können.

Aachen verlor zwar wiedermal gegen die Cardinals aus Essen, jedoch spielten hier heute zwei Teams ohne Klassenunterschied, und auf das beeindruckende Comeback der Aachen Vampires im letzten Spielviertel lässt sich die nächsten Spieltage wahrscheinlich sehr erfolgreich aufbauen.

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